Marketingmitarbeiterin erstellt eine Vorlage für Contentplanung.

5 Schritte zum Contentplan für Ihr Marketing: Inklusive Vorlage, Expertentipps und Checkliste

In der heutigen Zeit ist eine Online-Präsenz entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Über Social Media, die eigene Webseite, einen Blog, oder Formate wie einen Podcast, gilt es, regelmäßig Inhalte zu veröffentlichen. Das können zum Beispiel ein Artikel, ein Erklärvideo oder eine Infografik sein. Ein Contentplan, auch Redaktionsplan genannt, hilft bei der Planung und Erstellung all dieser Inhalte.

Lesen Sie im Folgenden, wie Sie Ihren Contentplan mit einer Vorlage ganz einfach erstellen können und worauf Sie dabei achten müssen.

Welche Vorteile hat der Einsatz eines Contentplans?

Die Nutzung eines übergreifenden Contenplans bringt einige Vorteile für Ihr Unternehmen mit sich:

Content erscheint wie geplant

Deadlines und wichtige Veröffentlichungstermine behalten Sie mit einem Contentplan ständig im Blick. Es ist klar, welche Aufgaben bis wann erledigt werden müssen. Personelle Engpässe bei der Erstellung oder verpasste Fristen gehören damit der Vergangenheit an.

Verantwortlichkeiten sind ersichtlich

Jedem geplanten Asset wird genau ein Verantwortlicher zugewiesen. So kann jeder im Team den Plan nach seinen ToDos filtern und sieht auf einen Blick, was zu erledigen ist. Die Abstimmung über mehrere Abteilungen hinweg wird erleichtert, wenn klar ist, wer an welchem Projekt beteiligt ist. Die Arbeitslast kann zudem effizient auf verschiedene Personen verteilt werden.

Kein Content geht verloren

Ferner gehen durch einen Redaktionsplan keine Inhalte verloren. Jede Content-Idee kann für einen Post eingeplant werden oder erhält einen Platz in der Warteschleife. Der Contentplan bietet einen zentralen Ort für die Ideensammlung künftiger Artikel, Social Media Posts und Ähnlichem.

Im stressigen Redaktions-Alltag den Überblick behalten

In einer schnell getakteten Arbeitsumgebung hilft der Contentplan außerdem dabei, den Überblick zu behalten. Er ist eine Stütze für das erfolgreiche Planen und Umsetzen von Projekten in allen Bereichen des Content Marketings.

Eine Content-Strategie verfolgen

Schließlich ermöglicht ein Contentplan, Ziele fokussiert zu anzugehen. Das können zum Beispiel eine größere Reichweite, mehr Follower oder mehr Leads sein. Es lässt sich ein roter Faden zwischen Posts erkennen und konsequent verfolgen.

Checkliste für Ihre Content-Planung

Als nächstes geht es um die Wahl des passenden Contentplans. Die folgende Checkliste hilft Ihnen dabei, eine gute Vorlage zu erstellen bzw. zu wählen, die Sie anschließend nur mit Ideen füllen müssen:

  • Wie viele Kanäle sollen betreut werden?
  • Wie oft möchten Sie veröffentlichen?
  • Sollen komplexe Content-Kampagnen über den Redaktionsplan gesteuert werden oder ausschließlich das Tagesgeschäft?
  • Soll eine Suchmaschinenoptimierung für die Inhalte berücksichtigt werden?
  • Gehören Teilaufgaben, wie Gastartikel zu schreiben, zu der Content-Planung?
  • Wie viele Parteien sollen über den Redaktionsplan zusammenarbeiten?
  • Werden automatische Benachrichtigungen benötigt?
  • Wie sieht es mit einer Kalender-Darstellung aus?
  • Sollen Statistiken über den Prozess der Content-Planung angefertigt werden?

Die Antworten auf die Fragen der Checkliste bestimmen den Aufbau und Umfang der benötigten Contentplan-Vorlage.

Contentplan erstellen in 5 Schritten

Ihren Contentplan können Sie in fünf Schritten für den Einsatz im Unternehmen bereit machen. Wir beginnen mit dem „Wozu“. Weshalb möchten Sie Content Marketing betreiben? Was ist Ihr Ziel?

Marketingteam erstellt Contentplan Vorlage.

Contentplan Vorlage © DisobeyArt / adobe stock

1. Das Ziel bestimmen

Legen Sie das Ziel, das Sie mit Hilfe des Contentplans erreichen möchten, fest. Möglich wären zum Beispiel folgende Optionen:

  • Bekanntheit: Mehr Menschen sollen Ihre Marke oder Ihr Unternehmen kennen.
  • Reichweite: Mehr Menschen sollen mit der Marketingbotschaft erreicht werden.
  • Webseitenbesucher: Mehr Menschen sollen Ihre Webseite besuchen.
  • Mehr Leads, Abonnenten oder Kunden gewinnen.
  • Die Kundenbindung und Beziehung zu den Lesern stärken.
  • Alleinstellungsmerkmal: Sich über den Content von der Konkurrenz abheben.
  • Einen Expertenstatus in der Branche erlangen oder zu einem bestimmten Thema zur Autorität werden.

Nach der Definition der Ziele geht es darum, sich für die passenden Content-Medien und -Formate zu entscheiden.

2. Content-Medium und -Format wählen

Wählen Sie Text, Bild, Audio, Video oder einen Mix aus mehreren Medien. Je nachdem, welches Medium Sie wählen, ergeben sich daraus die möglichen Content Formate. Zu den Content-Formaten zählen Blogartikel, Slideshare-Präsentationen, Podcast-Episoden, Videos, Webinare, White Paper, E-Books, Infografiken und mehr.

Generell gilt: fokussieren Sie sich auf ein bis zwei Formate, in denen Sie besonders gut sind oder es werden möchten. Diese sollten auf die Nutzungsgewohnheiten und Erwartungen Ihrer Zielgruppe abgestimmt sein.

3. Den Content-Mix und die Frequenz festlegen

Anschließend gehen Sie mit dem Contentplan ins Detail. Der Content-Mix bestimmt, welche Art von Content Sie posten werden:

  • Viral: Inhalte, die aktuellen Trends entsprechen oder einen neuen auslösen werden.
  • News: Inhalte zu Themen, die aktuell sind.
  • Unterhaltsam: Inhalte, die die Aufmerksamkeit der Zuschauer, Leser oder Zuhörer fesseln.
  • Nützlich: Content, der den Usern hilft.
  • SEO (Suchmaschinen-optimiert): Inhalte, die User über eine Suchmaschine finden werden.

Legen Sie für den Contentplan außerdem fest, wann und wie oft Inhalte veröffentlicht werden sollen. Zum Beispiel zweimal pro Woche, jeden Dienstag und Donnerstag um 8 Uhr.

4. Einen Contentplan mit oder ohne Vorlage erstellen

Jetzt geht es an die konkrete Erstellung des Redaktionsplans. Mit SeaTable geht das kinderleicht. Wählen Sie einfach eine vorhandene Contentplan-Vorlage aus, oder erstellen Sie Ihre eigene.

Ihr Plan sollte mindestens eine Spalte für einen Arbeitstitel oder die Content-Idee beinhalten sowie den geplante Veröffentlichungstermin. Nützlich sind darüber hinaus Spalten für den Bearbeitungsstatus, den Verantwortlichen, Format, Medium oder Informationen zum Inhalt. Eine Spalte für den Autor und seine Deadline hilft bei der Aufgabenverteilung.

5. Allgemeine Guidelines für Ihren Content festlegen

Steht der Contentplan, sollten Sie Content-Guidelines in einem Workshop erarbeiten und dokumentieren. So erreichen Sie, dass die Inhalte auch über einen längeren Zeitraum bei mehreren Beteiligten gleichbleibende Qualität erreichen.

Hier geht es zum Beispiel um die Anrede der Leser, Gendern, Verwendung von Emojis und Hashtags, Links, Formatierungen, Verwendung von Zahlen, Prozentzeichen, Währungen und mehr. Die Content Guidelines runden den Redaktionsplan ab und machen ihn zum Einsatz bereit. Wenn Sie mit Freelancern oder einer Agentur arbeiten, helfen Guidelines, den Content genau in Ihrem Sinne zu erstellen.

Tipps für die richtige Umsetzung des Contentplans

Alles in allem sollten Sie darauf achten, dass

  • das Ziel messbar ist, damit der Erfolg der Content-Marketing-Maßnahmen später überprüft werden kann. Wie können Sie veröffentlichte Inhalte analysieren?
  • nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Zeit für die Contentplanung eingeplant wird. Qualität muss der Quantität der Inhalte gegenübergestellt werden. Was führt zum Marketingziel? Wie sehr sollte der Contentplan ins Detail gehen?
  • alle Beteiligten Zugriff auf den Redaktionsplan haben und gleichzeitig an ihm arbeiten können.

Ein bekanntes Tool, mit dem Sie Ihren Contentplan erstellen können, ist Excel:

Contentplan-Vorlage in Excel

Für Excel finden Sie online verschiedene Contentplan-Vorlagen. Wählen Sie zum Beispiel einen Redaktionsplan mit Kalenderdarstellung oder setzen Sie auf eine Vorlage mit Listendarstellung.

Beide speichern Sie als Datei ab. Dann können Sie sofort mit der Contentplanung beginnen. Um mit mehreren Personen an der Datei arbeiten zu können, muss diese entsprechend auf einem erreichbaren Laufwerk liegen oder Sie integrieren das Contentplan-Template in Office 365.

Contentplan-Vorlage mit SeaTable

Mit der Contentplan-Vorlage von SeaTable können das Marketingteam, Texter, Produktmanager, Kunden, Auftraggeber und andere Beteiligte in einem Tool zusammenarbeiten. Zuständigkeiten werden festgelegt und Aufgaben verteilt.

Redaktionsplan

Contentplan Vorlage © SeaTable

Wechseln Sie zwischen einer Listenansicht, der Kalenderdarstellung, dem Kanban-Board und der Galerie. Beteiligte können außerdem Spalten aus der Ansicht verstecken oder filtern. In einer separaten Liste zum Redaktionsplan haben Sie die Möglichkeit, Ideen für zukünftigen Content festzuhalten.

Ein vorhandenes Template hilft Ihnen dabei, Ihren Contentplan schnell und einfach mit SeaTable zu erstellen. Vorkenntnisse oder eine aufwendige Einarbeitung sind nicht nötig, da das Tool quasi selbsterklärend ist.

Fazit

Ein Contentplan dient dazu, im Marketing den Überblick über die geplanten Inhalte sowie deren Umsetzungsstatus zu behalten. So lassen sich Projekte im Team erfolgreich planen und durchführen, denn sie bleiben übersichtlich und sind leicht zu pflegen.

Bildquelle Titelbild: © Andrey Popov/Adobe Stock

Ralf Dyllick-Brenzinger
Ralf Dyllick-Brenzinger ist Gründer und Geschäftsführer von SeaTable. Er ist das strategische Mastermind von SeaTable und der Herr der Zahlen. Er liebt die Cookies seiner Verlobten und eine gute Fahrradtour.